Tadao Ando, Osaka

Quartier 3

Am Lindenweg
Das Quartier 3 in Hombroich wird mit wichtigen Elementen des Ortes gestaltet: der rechtwinkligen Struktur der Felder; dem diagonalen Weg, der geschichtlich vom Schloß Dyck zum Stadtteil Holzheim führt; den Alleen; den beschützenden Waldstücken und Bauten, die so geformt sind, daß sie eingerahmte und dennoch offene, hof-ähnliche Räume schaffen, analog der traditionellen Höfe. Die Diagonale verbindet das Grundstück mit den anderen Quartieren und fügt es in die Landschaft ein.

Ein gestaffelter Raum ermöglicht Menschen in einem von der Natur umgebenen, dennoch beschützten sowie gelassenen Umwelt zu leben, zu forschen und zu arbeiten. Der Kern der Anlage besteht aus einer Reihung von öffentlichen Räumen, die sich entlang 400m vom Osten bis zum Westen in einem Winkel von 30° zum Lindenweg spannt: Ein Ort an dem Menschen zusammenfinden und gemeinschaftliche Bindungen verstärken können.

Der Wald und die Alleen bilden ein grünes Kontinuum um die biologische Vielfalt der Flora und Fauna zu bewahren und zu fördern. Der Teich liegt am unteren Ende des Grundstücks und wird mit dem von den Wildwiesen abfließenden Regenwasser gespeist. Alle Bauten bestehen aus einem oder zwei Stockwerken. Die Räume öffnen sich zu den Höfen, Terrassen oder Gärten. Diese sind den Obstgärten und Wildwiesen zugewandt, die zum Weiden, für Skulpturen oder für die gelegentliche Karawanserai genutzt werden.

Die geometrische Struktur der Architektur befindet sich sowohl in einem Sapnnungsverhältnis als auch in Harmonie mit der Natur. Ich hoffe, daß dieser Vorschlag einen sinnvollen Beitrag zu den Überlegungen über das Leben und Bauen einer ausgeglichenen Umwelt für das 21. Jahrhundert leistet.

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