Adolf Krischanitz, Wien

Quartier 12

»Der ästhetische Eindruck entsteht durch diese Vereinigung im Inneren eines Werkes - das von Menschen geschaffen, und somit virtuell vom Beschauer, der durch das (Kunst)Werk hindurch zwischen Strukturordnung und Ereignisordnung dessen Möglichkeit entdeckt.«
Claude Lévi-Strauss: Das Wilde Denken

Arkadien
Die Bearbeitung dieses Feldes handelt von der Haushaltung innerhalb eines »Landschaftsersatzteiles« als artifizielles Muster zwischen Strukturordnung und Ereignisordnung.
Auf ein Feld begrenzt übt hier das Bauen in der Landschaft die Aufhebung eingespielter städtebaulicher auch gartengestalterischer Reflexe. Die grobe Freiheit erfordert hier ein Maximum an konzeptueller und praktischer Konsequenz. Die Häuser selbst sind Teil des landschaftsbewegten Konzeptes. Die artifizielle Natur generiert einen städtebaulichen Duktus und wird damit zum STADT-GARTEN. Architektur und Landschaft als gleichwertige Struktur und Ereignispartner bedingen sich wechselseitig und bilden jeweils den seitlich different ablaufenden Hintergrund des Anderen.
Der wachsende Alterswert des Gebauten wird überholt durch den raschen Egalisierungsfaktor der Natur.
Der Räume bildende Stadtgrundriß wird zur pflanzlich egalisierten Erinnerungsspur. Die Bausubstanz entwächst daraus und formt die neuen Cluster. Die Gartenstadt TRANSFORMATION wird zum Stadtgarten.

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