Oliver Kruse, Köln

Quartier 7

Der Gebäudering schafft Raum für eine gemeinschaftliche Lebens- und Wohnform, Versorgung und kulturelles Arbeiten in Hombroich. Rhytmisch und versetzt zueinander angeordnete Baukörper formen eine plastisch ereignisreiche Partitur sich durchdringender Innen- und Aussenräume. Das komplexe Formen-Gewebe ineinander gegossener, steinerner Zellen wird mit selbstständigen, emissionsneutralen Zellen aus Holz ausgefüllt. Ein Generationenring, in dem die Form die Zielsetzung abbildet: das Schaffen eines Geflechts symbiotischen Miteinander-Lebens in der Kulturlandschaft von Hombroich.

Die ortsspezifische Qualität der Architektur im Quartier 7 wird durch das Spannungsverhältnis des natürlichen Geländeverlaufs zur waagrechten Oberkante des Gebäuderings bestimmt. Die plastische Durchdringung der Topografie und der nivellierten Höhe der Baukörper führt zu der Möglichkeit ein- bis viergeschossiger Bebauung. Im oberen, der Raketenstation zugewandten Bereich, sind Ateliers, Ausstellungsflächen und Werkstätten vorgesehen, im unteren, der Erftaue zugewandten Teil, Arbeitsräume und Lofts mit vorgelagerten Terassen zum Leben und Arbeiten.

Der Ring wird zu einer Raum schaffenden Begrenzung der umgebenden Weite.
Im Inneren kann eine Landschaft entstehen, die Obstwiesen und Gartenbau mit dem Ziel aufnimmt, einen Anteil an Selbstversorgung für alle in Hombroich zu erwirtschaften. Hier, im gemeinschaftlich belebten Raum liegt die Voraussetzung für eine organisch miteinander verflochtene Lebensform.

Kein Lebendiges ist Eins. Immer istís ein Vieles.  Johann Wolfgang von Goethe

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